Jahresbericht
2010
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Tourneen in Europa mit dem Antchis - Chati - Chor.
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13.08.2010 Aufräumarbeiten in Kissiskhevi. Zusammen mit dem
Partnerverein “Our Village” in Kissiskhevi
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13.09.2010 Lieder aus Georgien. Mit Nana Mjavanadze, Imke McMurtrie
und Mme. Bray. In Zusammenarbeit mit GEOVINO Hamburg
- Projekt Sioni Kirche in Ateni: Sicherungskonzepte. Arbeitstreffen
und Vortrag mit Prof. R. Barthel (TU München)
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Projekt
„Zuschauer Räume“
von Giwi Margwelaschwili
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Zeitschrift Einblick-Georgien
Dezember/Januer 2010 IV
Sehr geehrte
Damen und Herren,
Liebe Freunde
von Lile,
Im Jahr 2010
haben wir folgende Veranstaltungen / Aktionen durchgeführt:
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Deutschland / Österreich Tournee des Antchis - Chati - Chores im Mai 2010
Seit unser
Gründung 1999 organisieren wir mit dem Antchis - Chati - Chor Tourneen in
Europa. Bis jetzt ist es uns jedes Jahr gelungen, wichtige Partner für
unsere Musikprojekte zu gewinnen. Durch diese Tourneen sind weitere Projekte
entstanden, wie die Produktion einer Doppel CD (2003 zusammen mit RAUMKLANG),
die bis heute als beste Dokumentation über georgische Musik auf dem Markt ist,
oder die Vortrags- und Konzerttournee in Kooperation mit 8 deutschen
Universitäten. Wir können stolz darauf sein, einen beachtlichen Beitrag
geleistet zu haben, um die georgische Polyphonie in Europa bekannt zu machen.
Diesmal hatten
wir wieder ein renommiertes Festival als Partner, das Leipziger "A Cappella
Festival". Das Konzert wurde vom DLF live mitgeschnitten und im Juli
gesendet. Außerdem gab es eine sehr gute Presse. Eines der Highlights war das
Benefizkonzert zu Gunsten der Flüchtlinge des Krieges 2008 im Ernst Barlach Haus
in Hamburg. Die Kosten für das Konzert hat die Familie Reemtsma als Förderer des
Ernst Barlach Hauses übernommen. Hierfür unser herzlicher Dank. Als Ergebnis
haben wir dann am 13.Juli ein Konzert im Flüchtlingsdorf in Georgien unter
freiem Himmel gegeben. Die neue Botschafterin von Georgien in der
Bundesrepublik, Frau Gabriela von Habsburg, hat die Veranstaltung besucht. Die
Moderation übernahm Marika Lapauri-Burk.
Obwohl wir
durch diese Arbeit viele wertvolle Kontakte knüpfen konnten, überfordert sie
uns langfristig doch. Deshalb möchten wir unser eigenes Engagement in diesem
Bereich zurückfahren. Wir konnten aber unsere Kontakte an eine Agentur
weitergeben, die sicher stellt, dass die begonnene Arbeit weitergeführt wird.
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13.08.2010 Aufräumarbeiten in Kissiskhevi
Das Projekt zur
Sanierung der Kirche in Kissiskhevi konnten wir zusammen mit der auf
Denkmalschutzprojekte spezialisierten Firma „Die Bauhütte“ durchführen. Diese
hatte das Sanierungskonzept ausgearbeitet, Materialforschungen durchgeführt und
Begleitung des Projektes vor Ort übernommen.
Das Projekt
lief leider trotz sehr guter Voraussetzungen schleppend. Ursache war auch das
mangelnde Verständnis für solch komplexe Planungsvorgänge auf Seiten unseres
georgischen Partners. Das Projekt sollte schon 2009 beenden sein. Im diesem
Sommer haben wir dann eine sehr unordentlich verlassene Baustelle mit viel
Baumüll vorgefunden, die wir mit den Mitgliedern des Vereins „Our Village“ und
anderen Dorfbewohnern aufgeräumt haben. Positiv zu verzeichnen ist lediglich,
dass trotz des langsamen und problematischen Ablaufs an der Kirche keine
weiteren Schäden entstanden. Wir hoffen deshalb trotzdem auf einen guten
Abschluss.
Bis jetzt ging
es um die Instandsetzung des Gebäudes. Unser Ziel ist, auch die Innenarbeiten zu
Ende zu führen und den Hof neu zu gestalten. Wir werden versuchen, hierzu in
2011 einen Antrag bei der georgischen Denkmalschutzbehörde zu stellen. An einer
entsprechenden Dokumentation arbeiten wir z. Zt. zusammen mit der Firma „Die
Bauhütte“.
Anlässlich
dieses Projektes zur Sanierung der Kirche in Kissiskhevi konnten wir helfen, den
Verein „Our Village“ in Kissiskhevi zu gründen.
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13.09.2010 Lieder aus Georgien.
Mit
Nana Mjavanadze, Imke McMurtrie
und Mme. Bray. In Zusammenarbeit mit GEOVINO Hamburg
Zu Frau Imke McMurtrie halten wir schon seit langem guten Kontakt. Sie ist eine
große Unterstützerin bei der Popularisierung der georgischen Musik.
Der Abend bei Geovino, dem neuen, auf georgische Weine spezialisierten Laden in
Hamburg (www,geovino,de), war gut besucht und ist sehr gut gelaufen.
Wir freuen uns, auch in Zukunft mit Geovino einige georgische Abende oder
Veranstaltungen zusammen zu gestalten und empfinden diesen Ort als eine
wertvolle Bereicherung des georgischen Lebens in Hamburg.
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Projekt Sioni Kirche in Ateni:
Sicherungskonzepte. Arbeitstreffen und Vortrag mit
Prof. R. Barthel (TU München) in Tbilissi.
Das Projekt an
der Sioni Kirche in Ateni weitete sich in den letzten Jahren immer mehr aus und
wurde leider auch immer komplexer.
Ging es
zunächst nur darum, die großzügige Spende eines deutschen Unternehmers zur
Sanierung der Fresken in die richtigen Bahnen zu leiten, so stellte sich bald
heraus, dass zuvor erhebliche Sicherungsmaßnahmen am Kirchengebäude selbst
erforderlich sind. Wir konnten als Fachleute hierzu die Professoren Emmerling
und Dr. Barthel von der TU München gewinnen, die uns mit sehr viel Engagement
Lösungswege sowohl in statischer als auch restauratorischer Hinsicht geben
konnten.
Natürlich kann
ein solches Projekt nur in enger Zusammenarbeit mit dem georgischen Denkmalamt
und dem Patriarchat durchgeführt werden. Nachdem uns im Jahr 2008 der Krieg
bremste, waren in den vergangenen beiden Jahren viele Gespräche notwendig, um
alle Beteiligten auf das technisch und künstlerisch Notwendige einzustimmen.
Hierzu fand in
diesem Sommer ein Vortrag von Dr. Rainer Barthel in Tbilissi statt, der das
erste Mal in einem größeren Rahmen die wichtigsten Aspekte zur Sicherung der
Kirche darstellte. Diese Veranstaltung war sehr gut besucht und stimmt uns für
die Zukunft zuversichtlich. Dennoch erfordert dieses Projekt weit mehr Aufwand,
als wir ursprünglich erwartet hatten.
Interessenten
senden wir gerne weitere Informationen zu.
- Projekt
„Zuschauer Räume“ von Giwi Margwelaschwili
Das Projekt ist
für uns deshalb so wichtig weil es die einzigartige Philosophie von Giwi
Margwelaschwili dokumentiert und künstlerisch darstellt. Ausgangspunkt ist das
bei der Veranstaltung auf der Fleet - Insel von Niko Tarielaschwili und Marika
Lapauri-Burk aufgenommene Filmmaterial.
Darauf
aufbauend wurde das oben stehende Theaterstück von Giwi Margwelaschwili
ausgearbeitet (Redaktion Dr. Frank Tremmel, Marika Lapauri-Burk).
Zurzeit ist die
Post-Produktion in Arbeit.
Mitarbeiter
dabei sind auch Gia Lapauri-Burk und Dato Malazonia ( Musik ).
Z. Zt. führen
wir noch Gespräche, wo wir das Projekt platzieren können, um für die
Post-Produktion finanzielle Unterstützung zu bekommen.
Das Projekt hat
die Kulturbehörde mit 3.000,00 € bezuschusst, 500,00 € waren eine Spende des
Schweizer georgischen Vereins, 1000,00 € eine private Spende. Ein vergleichbares
Projekt würde normalerweise mindestens 25.000 Euro kosten. Schon jetzt vielen
Dank allen, die uns hier unterstützt haben.
-
Zeitschrift Einblick-Georgien
Dezember/Januar
2010 IV
Mit dem Heft
setzten wir unsere Verlagsarbeit fort. (Dr. Frank Tremmel, Marika Lapauri-Burk)
Dieses Projekt betrachten wir als eine der wichtigsten Vereinsarbeiten. Wir
haben das graphische Layout mit Hilfe von Niko Tarielaschwilis weiter
verbessert. Das Konzept der Zeitschrift ist unverändert: Wir versuchen,
exklusive Texte abzudrucken, die über die aktuellen Geschehnisse hinaus
informieren. Dies ist das einzige Magazin mit diesem Niveau in einer
europäischen Sprache. Trotz vieler Arbeit, die wir ohne jegliche Finanzierung
geleistet haben, war es nicht möglich den Ausgaberhythmus beizubehalten. Die
redaktionelle Arbeit und der Druck wurde zwar dieses Jahr abgeschlossen, aber
das Heft wird erst ab Januar erhältlich sein.
Hierzu bitten
wir um Unterstützung, was die Verbreitung des Heftes angeht. Wir können nicht
nachvollziehen, warum die georgische Seite uns hierbei nicht unterstützt. Das
Heft ist bis jetzt in der EU konkurrenzlos.
Am
aufwendigsten ist die Übersetzungsarbeit. an dieser Stelle danken wir noch
einmal Nana Tschelidze –Jacques und Tengiz Khatschapuridze, die uns 2
anspruchsvolle Texte ohne Honorar übersetzt haben. Unser Dank geht auch an Niko
Tarielaschwili, der uns erneut mit seiner Graphik und Recherchearbeit so
herzlich geholfen hat, als ob es ihm eine besondere Freude wäre, mehrere Stunden
zu arbeiten und Probleme zu beseitigen.
Also, bei
diesem Projekt ist allerhand zu tun und wir freuen uns über jede weitere
Unterstützung.
Zum Schluss
möchten wir noch einmal an die Zahlung der Mitgliedsbeiträge erinnern. Sie
stellen die einzigen finanziellen Mittel dar, die wir ohne konkrete Zweckbindung
für die Vereinsarbeit einsetzen können.
Anlässlich
einer privaten Geburtstagsfeier (Marika Lapauri-Burk) kam eine Sammlung
zustande, die 400,00 Euro für das Kirchenprojekt in Kissiskhevi erbrachte. Es
wäre schön, wenn das eine Tradition von Lile-Freunde werden sollte.
Wir danken
Ihnen für Ihr Interesse und wünschen Ihnen ein erfolgreiches und glückliches
Jahr 2011.
Hamburg im
Dezember 2010
Lile e.V.
Marika Lapauri
- Burk Andreas
Blendinger
Bericht. Reise nach Georgien von 13.11. bis 22.11.09
Jeder der die georgischen Medien verfolgen konnte, hat mitbekommen wie viel
Diskussionen die „Restaurierung“ der Bagrati-Kathedrale in Kutaissi verursacht
hat. Anfang des Sommers haben wir eine Nachricht von Herrn Nika Watscheischwili
bekommen, dass das Patriarchat in Ateni begonnen habe, ein Kloster zu bauen ohne
Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
Wir wissen, dass das Patriarchat ein problematisches Verhältnis zu den
Denkmälern hat und das ist nicht neu. Nach meinen mehrfachen Nachfragen hat Herr
Watscheischwili mitgeteilt, dass er erreicht hätte, dass das Patriarchat seine
Planung für einen Klosterbau in Ateni ändern würde. Inzwischen wurde die
öffentliche Diskussion über Bagrati auch auf Ateni ausgeweitet. Ich erfuhr, dass
es ein Treffen von Befürwortern und Gegnern beim Patriarchen gab, wo erwähnt
wurde, dass die deutschen Projektteilnehmer informiert worden seien, was nicht
der Wahrheit entsprach. Deswegen habe ich einen Artikel über den Ablauf unsres
Projekts in Ateni und einiges über die Wichtigkeit beim Umgang mit so einer
Kirche geschrieben, den ich in einer populären Internet Zeitung veröffentlicht
habe. Diesen Artikel hat der Patriarch zu lesen bekommen und hat den Wunsch
geäußert mich, bzw. deutsche Teilnehmer zu treffen. Er hat vorläufig die
Baumassnahmen in Ateni gestoppt.
In einem persönlichen Schreiben habe ich versucht zu erklären, dass es in dieser
angespannten Situation kurzfristig nicht möglich sei alles sachlich zu erörtern
da die Ergebnisse unserer Arbeit über Ateni erst Ende des Jahres fertig sein
werden. Die deutschen Berater sollten wir erst dann zu einen Gespräch einladen,
wenn alle Teilnehmer bereit sind, eine sachliche Diskussion zu führen.
Dieser Austausch von Meinungen hat knapp 2 Tage gedauert und es wurde
entschieden, dass ich zunächst alleine zu einer Audienz mit dem Patriarch nach
Georgien fahre.
Wegen besonderer Tarifbedingungen und gerade möglichen freien Tagen musste ich
eine Reise von 10 Tagen antreten.
Am 13.10.09. bin ich angekommen und gleich nach Kissiskhevi gefahren. Vor der
Reise hat mir der ausführende Architekt Michael Gelaschwili auf meine Frage
geantwortet, dass alles im Gange und in Ordnung wäre. Ich habe vor Ort eine
unordentliche graßüberwucherte Baustelle entdeckt. Auf dem Dach der Kirche lag
eine blaue Plane, die Kuppel war in eine Plastiktüte halb eingewickelt.
Am. 14.10.09. bin ich in Begleitung von 2 Journalisten nach Ateni gefahren. Die
Namen der Journalisten haben wir vor Ort nicht bekannt gegeben, denn der Küster,
sowie alle im Dorf haben Angst vor Medienaufmerksamkeit vor Ort. Ich werde mich
bei fachlichen Beurteilungen zurückhalten, aber eines ist klar: das Projekt
läuft nicht gemäß den Empfehlungen, die ich bis jetzt übersetzt habe. Der Berg
nördlich von Ateni ist ca. 3m tief und etwa auch so breit ausgegraben worden.
Die historischen Mauerreste aus verschiedenen Epochen stehen z.Zt. ungeschützt.
Wir haben uns bei dem Küster Paata aufgehalten, der wie immer uns viele Freude
geschenkt hat.
Am 15.10. 09 das Treffen mit Kunstwissenschaftlerin Elene Kavlelischwili, die
gegen das Bauprojekt kämpft.
Um 13:00 war ich zu Ilia II. bestellt. Dabei war eine Journalistin anwesend, die
aber am Gespräch nicht teilgenommen hat. Ich hatte die Gelegenheit über unsere
Arbeit zu berichten. Nach dem Gespräch hatte ich die Ehre, das Mittagessen mit
dem Patriarchen zu teilen.
Er hat sich alles gut angehört. Für Kissiskhevi hat er noch in meiner
Anwesenheit mit dem Bischof David telefoniert und ihn um Klärung wegen des
Projektes gebeten.
Am 16.10. 09 hatte ich ein Treffen im Diaspora Ministerium gehabt, wo uns
versprochen wurde, unsere Zeitschrift einBLICK Georgien durch Übernahme der
Druckosten zu unterstützen.
Ein weiteres Treffen gab es mit Herrn Prof. Alexandre Rondeli
(Info unter: http://www.gfsis.net/pub/geo/showabout.php?detail=1&id=2)
Dieses Treffen war sehr konstruktiv, offen und in einer schönen Atmosphäre,
wofür Prof. Rondeli bekannt ist. Er hat die Rolle Deutschlands im
russisch-georgischen Krieg unterstrichen, die wir aus Deutschland sehr gut
kennen. Er hat den Mangel an positiven Kräften in Georgien bemerkt und die
schwierige Lage offen besprochen.
Er hat empfohlen mit dem Kultus Minister Herrn Nikoloz Rurua noch mal zu
sprechen (zuletzt war ich dort im Februar 2009) Er hat für mich ein Termin
vereinbart.
Weitere Informationstreffen gab es mit Herr Gia Tortladze (Parlamentsopposition)
und Giorgi Kandelaki (Parlaments Mitglied)
Am 18.11.09 bin ich nach Alaverdi, in Kakheti gefahren um mich mit Bischof David
zu treffen. Das Treffen hat 5 Stunde gedauert (!). Vor Ort war auch der
Projektleiter von Kissiskhevi, Misha Gelaschwili, der fast die ganze Zeit auch
mit dabei war. Unerwartet ist auch Herr Nikoloz Watscheischwili eingetroffen und
hat an einem Teil des Gespräches teilgenommen. Das Gespräch war sehr
interessant. Ich habe die Probleme aus unserer Sicht dargestellt. Unserer
Meinung nach sollten die Probleme in Kissiskhevi gar nicht auftreten. An diesen
Fall sieht man ein generelles Problem in Georgien: Mangelnde Kommunikation,
oberflächiger, desinteressierter Umgang mit Beruf und Pflichten. Interessant war
die Sicht des Bischofs zu hören, was den Denkmalschutz angeht. Sie handeln
natürlich aus religiösen und praktischen Gründen, worin ich aber trotz aller
Schwierigkeiten nicht das größte Problem sehe.
Wichtig war, genauere Einzelheiten über den Schirimi Stein (Travertin) zu
erfahren. Ein Steinbruch existiert offiziell nicht. Alle Restauratoren, so wie
wir auch in Kissiskhevi brauchen ihn aber und er ist für die weitere Arbeit
unerlässlich. Hier sieht man auch das logistische Denken der
Denkmalschutzbehörde, die viele neue Aufträge verteilt und dabei nicht daran
denkt, solche Probleme vorher zu lösen.
Das Gespräch war insgesamt positiv, trotz so vieler schwieriger Themen.
Am 19.11.09 war das Treffen mit Minister für Diaspora prof. Julon Gagoschidze
Und später mit Nikoloz Rurua, dem Kultusminister. Dieses Treffen war sehr
unangenehm. Ich weiß gar nicht, warum er mich überhaupt empfangen hat.
Besonderes schlimm war seine Reaktion bezüglich des Kutaissi Museumsbau
Projekts. Es ist offensichtlich, dass er falsche Informationen hat. Offenbar hat
Herr Nika Watscheischwili kein Interesse, die Probleme des Projektes offen zu
legen.
20.11.09 ....
Am 21.11.09 habe ich den ganzen Tag auf das vereinbarte Treffen mit N.
Watscheischwili gewartet. Er meldete sich mehrmals am Tag per sms und verschob
den Termin auf später.
In der Nacht von 21.11.09 bin ich zurück nach Deutschland geflogen.
Rundschreiben Oktober 2001
Liebe Mitglieder, liebe Freunde,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie bereits in den vergangenen Jahren möchten wir mit diesem Rundschreiben
unsere alten und neuen Freunde grüßen und über den aktuellen Stand unserer
Projekte berichten:
Die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft e. V. wurde 1999 in Hamburg gegründet und
hat bereits eine umfangreiche Veranstaltungsreihe durchgeführt.
Der immer größer werdende Kreis von Interessierten überzeugt uns von der
Notwendigkeit, diese Arbeit fortzusetzen.
Vergangenes Jahr
Das Projekt Haraloo - Georgische Musik war ein großer Erfolg. Es ist uns
gelungen, über die Grenzen von Hamburg hinaus mit renommierten Festivals, wie
„Montalbâne“ und „Fest der Kontinente“ zusammenzuarbeiten. Für den
Antschis-Chati Chor aus Georgien war es ein sehr großer Erfolg. Er konnte in
sieben Städten in Deutschland mit elf Konzerten auftreten. Nicht zu vergessen
ist die großartige Unterstützung, die wir von der Kinemathek „Metropolis“
erfahren haben. Als Rahmenprogramm konnten wir beispielhafte Musikfilme aus
Georgien zeigen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligen, die uns bei dem gesamten
Projekt unterstützt haben.
Es ist uns ein großes Anliegen, den Antschis - Chati - Chor weiterhin zu
betreuen und damit die georgische Polyphonie einem noch größeren Publikum
bekannt zu machen.
Langfristiges Projekt: Restaurierung einer Kirche aus dem VI. Jahrhundert
Dieses Projekt haben wir vor einem Jahr angefangen. (s. Rundschreiben 2000) Alle
Vorbereitungsarbeiten in Georgien sind durchgeführt. Obwohl die Kirche seit 1984
auf der Prioritätenliste des Denkmalschutzes steht, war eine Finanzierung bisher
nicht möglich. Die Kirche in Kachetien befindet sich mitten in einem Dorf. Die
Restaurierung wird für die Dorfbewohner nicht nur eine religiös - kulturelle,
sondern auch eine große symbolische Bedeutung haben.
Bis jetzt haben wir für diese Restaurierung ca. 1.500,00 DM erhalten.
Wir bedanken uns bei allen, die letztes Jahr für die Kirche gespendet haben. Mit
nur 30.000 DM und mit der Unterstützung der Dorfbewohner ist es möglich diese
Kirche zu retten. Es ist also noch einiges zu tun... (Stichwort: “Kirche”)
Georgischer Gottesdienst in Hamburg
Wir freuen uns mitteilen zu können, dass Priester Mamuka (Tawchelidze) vor
kurzem vom Patriarchen der Georgischen Orthodoxen Kirche, seiner Heiligkeit Ilia
II, als Seelsorger für die georgische orthodoxe Gemeinde in Deutschland und in
Österreich ernannt wurde. Priester Mamuka hat sich bereit erklärt, einmal im
Monat nach Hamburg zu kommen. Der Gottesdienst wird in der serbisch-orthodoxen
Kirche stattfinden (Schellingstraße 7-9 22089 Hamburg; U1 Ritterstraße) . Wir
danken der serbisch- orthodoxen Kirche sehr herzlich für die Unterstützung.
Interessierte können unter der o. a. Telefonnummer nähere Informationen
erhalten.
Filmprojekt
Unser nächstes Schwerpunktthema soll ein Projekt in Zusammenarbeit mit der
Film-Universität Hamburg (Hark Bohm, Michael Flügger) und der Kinemathek
Metropolis werden, in dem wir georgische Filme in 2 Veranstaltungsreihen (Mai
und Oktober 2002) zeigen:
Kurzfilme aus Georgien und eine Retrospektive über Otar Iosseliani.
Otar Iosseliani und Michael Kobachidze werden anwesend sein und an der
Universität ein Seminar halten. Die Hamburger Premiere der neuen Filme von
Kobachidze und Iosseliani wird bestimmt ein Highlight des Kulturlebens der
Freien und Hansestadt sein. Wir freuen uns, für die wissenschaftliche Begleitung
und die Gestaltung von Gesprächen über die Filme Herrn Prof. Dr. Hans-Joachim
Schlegel aus Berlin gewonnen zu haben. Auch diesmal möchten wir ein
umfangreiches Begleitheft herausgeben.
“Das georgische Kino ist eben das georgische Kino, und zwar in dem Sinne, als
dass es das Leben und die Seele dieses kleinen Volkes, seinen Standpunkt, seinen
Geschmack und seine Ästhetik widerspiegelt. Und deshalb hat es auch seinen
eigenen Platz im weltweiten Kino.” (Eldar Schengelaja)
Jahresbericht 2002
Ab Januar 2002 monatlich Georgischer Gottesdienst
April 2002 Mitwirkung an der georgischen Fernsehsendung:
”Vergangenheits- Territorium” - Giwi Margwelaschwili - ein Portrait.
27-31 Mai 2002 Kurzfilmprogramm. Zusammenarbeit mit Film-Studium
Hamburg und Kinemathek Metropolis.
Juni 2002 Zusammenarbeit mit den Staufener Kulturtagen
Oktober 2002 Zusammenarbeit mit dem Kinderfestival Hamburg
“Ich male mir einen Film”
Oktober 2002 Retrospektive und Foren mit Otar Iosseliani
Eines der wichtigsten Ereignisse war der Georgische Gottesdienst in Hamburg. Als
Mamuka Tavkhelidze aus München vom Georgischen Patriarchen als Priester (Vater
Mamuka) benannt wurde hat Lile e. V. gleich Gottesdienste für die im Norden
lebenden Georgier initiiert. Diese Gottesdienste haben in der Serbisch -
Orthodoxen Kirche stattgefunden. Die serbische Kirche hat die neu gegründete
georgische Gemeinde sehr freundlich unterstützt. Lile e. V. ist es gelungen, von
einer Stiftung die Fahrtkosten für den Priester zu bekommen.
Die Gottesdienste hatten eine sehr große Resonanz. Trotz guter Beteiligung aus
dem ganzen Norden gab es nur wenige freiwillige Spenden. Z. Zt. Können die
Gottesdienste nicht stattfinden, da es dem Priester nicht möglich ist, weiterhin
regelmäßig nach Hamburg zu kommen. Inzwischen ist für die zahlreichen Georgier
in Europa eine Eparchie der Georgischen Kirche in Europa geschaffen worden. Es
ist im Gespräch, dass ein neuer Priester Hamburg und Berlin betreuen wird.
LILE e. V. hat es gerne unterstützt, dass die bekannte georgische Journalistin
Nino Khoperia in dem literarischen Fernsehprogramm „Vergangenheits- Territorium“
dem deutschsprachigen Schriftsteller Giwi Margwelaschwili (Berlin) eine Sendung
widmen konnte.
Dieser große Denker und Schriftsteller unserer Zeit und sein besonderes
persönliches Schicksal ist leider dem breiten Publikum unbekannt. Wir können die
Lektüre seiner Werke unseren Mitgliedern nur empfehlen. Es ist uns ein großes
Anliegen, demnächst ein Projekt mit und über Giwi Margwelaschwili zu
organisieren.
Eine der größeren Arbeiten des Jahres war das zweiteilige Projekt „Cinema
Georgien“ in Zusammenarbeit mit der Kinemathek Metropolis und der
Film-Universität (Prof. Hark Bohm und Prof. Michael Flügger). Finanziert wurde
es von der Kulturbehörde Hamburg und privaten Spendern.
Hierzu gibt es nur einen Kommentar: es ist alles sehr gut gelaufen. Die Gäste
waren zufrieden. Es sind gute persönliche Kontakte entstanden.
In Staufen fanden die georgische Kulturtage statt. Man wurde auf unsere
Programme aufmerksam und daraus entstand dann eine Zusammenarbeit. Wir haben in
der Organisation und Gestaltung mitgearbeitet und waren auch künstlerisch tätig.
Derartige Nachfragen erhalten wir mittlerweile aus ganz Deutschland und dem
deutschsprachigen Europa.
Mit dem Kinderfestival Hamburg haben wir schon früher zusammengearbeitet.
Wir haben vorgeschlagen, das Projekt von Nodar Begiaschwili zu organisieren.
Es gab einige Probleme in der Zusammenarbeit mit den Künstlern so dass wir
prüfen werden, ob wir eine Veranstaltung in dieser Form noch einmal betreuen
können. Letzen Endes war das Projekt jedoch sehr schön. Auch die Zusammenarbeit
mit den Verantwortlichen des Kinderfestivals war sehr angenehm.
Im Ganzen war das Jahr 2002 für Lile erfolgreich.
Für die Zukunft planen wir den Aufbau von Studienreisen nach Georgien und
weitere Musik- und Filmprojekte. Dabei sind wir für Hilfe aus dem
Mitgliederkreis immer dankbar.
Wir wünschen Euch/Ihnen Alles Gute
Ihre Lile Vorstand
Marika Lapauri-Burk Thea Korol Andreas Blendinger
Jahresbericht 2003
April 2003 Osterfest vor dem Haus 73, Hamburg Schulterblatt
Juni 2003 “Georgische Polyphonie” ein Projekt mit 7 Universitäten in
Deutschland
Juli 2003 Organisation / Zusammenarbeit für die CD-Produktion
„Georgische Reise“ (www.Raumklang.de)
September 2003 Thementag Kaukasus. Museum für Völkerkunde
November 2003 Eine Zusammenarbeit mit dem Festival in Basel
„Die Kraft der Stille“
November 2003 Mitarbeit bei einer Kundgebung gegen die Wahlfälschung in
Georgien
Bestimmend für das Jahr 2003 waren die zwei Musikprojekte „Georgische Polyphonie
„ und die Produktion der CD „Georgische Reise“
Durch die Vortragsreihe “Georgische Polyphonie” konnte die Georgische Musik
einem Fachpublikum vorgestellt werden.
Diese Musik steht als einzige Musikkultur unter dem Schutz des UNESCO –
Weltkulturerbes. Die Forschungsergebnisse der letzten zehn Jahre sind in Europa
bisher nicht bekannt und konnten in diesem Rahmen das erste Mal in Europa
vorgestellt werden.
Das Interesse des Publikums war sehr groß, wir wünschen uns, dass in der Folge
hieraus weitergehende Forschungsprojekte in Deutschland zu diesem Thema
entstehen mögen.
Das ganze Projekt wäre nicht ohne die großzügige Unterstützung durch die Robert
– Bosch – Stiftung, das Goethe Institut „Internationes“ und private Spender
möglich gewesen. Hierfür sei an dieser Stelle allen Beteiligten ganz herzlich
gedankt.
Die Produktion der CD „Georgische Reise“ kann als Ergänzung zu der Vortragsreihe
gesehen werden. Eindrücke, die im Juni das erste Malvermittelt wurden, können
durch die CD vertieft und einem noch größerem Publikum zugänglich gemacht
werden. Wir sehr froh, mit Raumklang einen professionellen und mit derartigen
Projekten vertraten Partner gefunden zu haben. Die Doppel CD vermittelt nicht
nur einen umfassenden Einblick in die georgische Musik sondern gibt auch ein
Bild der georgischen Mentalität. Deshalb auch der Name „Georgische Reise“.
Die CD wird ab Oktober 2004 im internationalen Plattenhandel verfügbar sein.
Das Osterfest fand das dritte Mal im Haus 73 „Privatsachen“ statt
(www.cocon-commerz.de). Durch diese regelmäßigen Feste haben wir einen
verlässlichen Partner für verschiedene Veranstaltungen gefunden.
Der Thementag „Kaukasus“ bot die Möglichkeit, die langjährige Verbindung mit dem
Museum für Völkerkunde fortzusetzen.
Die Teilnahme an dem Musikfestival „Die Kraft der Stille“ in Basel war für
unsere Musikprojekte und den Antchis – Chati – Chor aus Tbilissi ein weiterer
Erfolg.
Obwohl unsere Arbeit bewusst über evtl. bestehende politische Grenzen hinaus
gehen soll, konnten wir die Ereignisse des Novembers nicht ignorieren. Wir
fühlten uns verpflichtet, die Aktion unserer georgischen Freunde in Hamburg zu
unterstützen.
Ihre Lile Vorstand
Hamburg, den 19. September 2004
Jahresbericht 2004
Liebe Mitglieder,
Liebe LILE –Freunde,
Hier eine kurze Aufstellung der Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr Lile e.
V. durchgeführt wurden.
Januar 2004 Mitwirkung bei der “Grünen Messe” in Berlin
26.02.02 Fünfjähriges Jubiläum von LILE e. V.,
März: Retrospektive mit Filmen von Sergo Parajanov, mit Gästen Metropolis
10.03.04 Manana Menabde in Hamburg
April/Mai: Tournee mit Antchis – Chati - Chor ca. 25 Konzerte, Vorträge.
Juni DeutschlandRadio 2.St. Programm über georgische Musik
Mai-Sept.2004 eigenes Dok. Filmprojekt „Montag Abend“
28.10.04 Dokumentar Filmabend und das Event „Georgisches Gastmahl“ Premiere
„Montag Abend“
Seit Sept. 2004 Sioni Kirche in Ateni / Georgien Freskenrestauration
Im Einzelnen:
Das georgische GTZ Büro hat uns um eine Mitwirkung gebeten bei der Grünen Messe
in Berlin. Der georgische Stand war das erste Mal dort vertreten. Wir müssten
leider feststellen, daß trotz großen Engagements der Leiterin der georgischen
GTZ in Tbilissi vieles in Organisation und Präsentation zu verbessern wäre.
Es gibt leider von der georgische Seite keine Stelle, die für solche
Präsentationen die Erfahrung der hier lebenden Georgier optimal nutzen würde.
Am 26.02. haben wir unser 5- jähriges Jubiläum gefeiert.
Die Gäste sind zahlreich erschienen und wir sind insgesamt zufrieden. Bei dieser
Veranstaltung zeigte sich ein schon öfter erkanntes organisatorisches Problem:
Da sich die Arbeit unseres Vereins überwiegend auf einzelne Projekte bezieht,
ist eine solche Sonderveranstaltung für uns sehr schwierig zu finanzieren.
Vieles ist nur durch großen Enthusiasmus möglich. Trotz der großzügigen Spende
eines Mitgliedes, gezielt für diese Veranstaltung, waren wir mit der Aufgabe
überfordert. Wir danken dem Spender nochmals herzlichst, denn nur dadurch war es
möglich so einen Abend zu organisieren und viele Gäste zu bewirten. Für die
Zukunft werden wir aber daran arbeiten, andere Lösungen zu finden, die nicht zu
Lasten einiger weniger gehen.
Die Retrospektive mit Filmen von Paradjanov war ein sehr schönes Projekt. Als
Zeitpunkt hatten wir den 80. Geburtstag Paradjanovs gewählt. Als Gast luden wir
den Dokumentarfilmer, Herrn Holloway, aus Berlin eingeladen, der Paradjanov im
seinen letzten Jahren interviewt und über ihn einen Dokumentarfilm gedreht hat.
Der sehr einfühlsame Filmabend mit ihm dauerte bis spät in die Nacht. Alle
Beteiligten werden sich lange daran erinnern. Wir haben 8 Filme zeigen können,
auch Paradjanovs unbekannte frühere Filme, die wir mühsam synchron übersetzt
haben. Die Filme wurden als Highlight des Monats im Märzprogramm des Metropolis
- Kinos angeboten.
Am 10.03. waren wir erneut die Gastgeber für Manana Menabde. Dieser Abend fand
in kleiner, gemütlicher und warmherziger Atmosphäre statt. Diesmal konnten wir
außer Mananas Liedern auch ihr literarisches Werk präsentieren. Wir schätzen
Manana Menabdes Kunst sehr und würden uns sehr freuen Sie noch einmal in Hamburg
begrüßen zu können. Sie ist eine einzigartige Künstlerin und wir finden es sehr
bedauerlich, daß Sie im heutigen Georgien fast unbekannt ist. Wir wünschen uns,
dass das Potential der im Ausland lebenden Georgier in ihrer Heimat besser
erkannt wird und dass die zuständigen Behörden ein Netzwerk entwickeln, das die
vorhandenen Möglichkeiten besser ausschöpft.
Wir sind besonders stolz, dass es uns im vergangenen Jahr wieder gelungen ist,
ein Musikprojekt zu realisieren. Dieses Thema bleibt für uns eines der
wichtigsten. Denn noch immer ist die georgische Musik weit davon entfernt,
allgemein anerkannt zu sein. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal
wiederholen, dass die georgische Musik zu den wichtigsten Kulturgütern gehört,
die die Menschheit in ihrer kulturellen Entwicklung erreicht hat. Bei der
Tournee mit dem Antchis – Chati - Chor war das wichtigste Ereignis der 2
-stündige Auftritt im DeutschlandRadio. Das Konzert wurde mit ausführlichen
Kommentaren von Marika Lapauri – Burk das erste Mal in Europa in Primetime
gesendet und hatte eine sehr gute Resonanz.
Im Mai hatten wir die Dreharbeiten für den Dokumentarfilm „Montag Abend“. (von
Niko Tarielaschwili und Marika Lapauri-Burk) Der Film erzählt über das
Grosstadtleben in Deutschland und menschliche Kontakte, die dort entstehen. Der
Film, als erstes eigenes Filmprojekt, war für mich eine große Herausforderung.
Wir danken allen privaten Sponsoren die uns unterstützt haben, sowie natürlich
der Kulturbehörde Hamburg und dem Studio in Georgien.
Ich danke herzlichst Niko Tarielaschwili für seine Begeisterung und
professionelle Umsetzung des Films. Dank auch an alle Teilnehmer, die beim
Drehen dabei waren.
Der Film wird demnächst im Goethe Institut in Tbilissi gezeigt. Über die weitere
Entwicklung des Films werden wir Sie gerne informieren.
Der Dokumentarfilmabend am 28. 10 in Metropolis war ein sehr gelungen. In den
Tageszeitungen erschienen sehr positive Kritiken. Zusammen mit „Montag Abend“
haben wir den Film „Georgisches Gastmahl“ gezeigt und seinen Titel als Titel der
Veranstaltung gewählt. Der Regisseur Stefan Tolz war anwesend. Dieser Abend war
begleitet von einer Aktion zum Titel „Georgisches Gastmahl“ die sehr dekorativ
und theatralisch dargestellt war.
Seit Sommer 2004 arbeiten wir an einem Restaurationsprojekt von Fresken in der
Sioni Kirche von Ateni. Anlass des Projektes war die großzügige Spende eines
privaten Sponsors aus Deutschland. Die Arbeiten sind seit Oktober 04 im Gang.
Dieses Projekt umfasst die Restaurierung von ca. einem Viertel der Fresken
dieser Kirche. Wir arbeiten daran, daß das Projekt noch bekannter wird und wir
vielleicht für weitere Abschnitte eine Anschluß-finanzierung erhalten.
Alle Projekte und Veranstaltungen sind die Folge unermüdlicher Arbeit von mir
und Herrn Andreas Blendinger und ich möchte ihm dafür danken. Unsere Projekte
und Kontakte haben einen Umfang erreicht, der ohne Zusammenarbeit nicht zu
bewältigen ist.
Wir möchten noch mal darauf hinweisen, dass wir für kleinere Gruppen Reisen nach
Georgien durchführen können. Wir stellen uns vor, dass diese Reisen eine
Ergänzung zu unseren übrigen Projekten bilden. Es sind auch thematische Reisen
wie z.B.: Musikalische Reisen nach Georgien, Besuch des Expeditionen und vieles
mehr denkbar.
Als nächstes möchten wir einige neue Projekte (über Literatur, Theater)
durchführen. Hierüber werden wir ausführlicher unserer Jahresversammlung
berichten. Diejenigen, die nicht dabei sein können, werden wir jeder Zeit
persönlich informieren.
Die laufenden Projekte werden natürlich kontinuierlich weitergeführt.
Noch einmal vielen Dank an alle für Ihre Unterstützung und Ihre Treue zur
georgischen Kultur.
Mit besten Grüßen
LILE e. V.
Jahresbericht 2005
22. April 2005 WDR3 Mitwirkung bei der Sendung „Musikpassagen“
1. Mai 2005 Georgisches Osterfest Schulterblatt 73 mit NDR die Sendung DAS
24-27 Mai 2005 Tournee mit Antchis-Chati-Chor Mitgliedern. Das Festival
„Marburger Nacht der Stimmen“, Aufzeichnung von hr2.
02.06.05 Informationsveranstaltung für das Restaurations-Projekt ATENI
in der Hermann-Reemtsma –Stiftung
01.-05.10.05 Filmretrospektive: Schauen wir den Kriegen zu?
Ein Zusammenarbeit mit Kinemathek Metropolis.
Okt. 2005 Festival „kartuli suli“ Leipzig Teilnahme/Mitorganisation
Nov. 2005 Retrospektive mit Filmen von Otar Iosseliani in Nürnberg /Mitarbeit
Liebe Freunde des Lile e. V. ,
Im vergangenen Jahr haben wir wichtige Themen weiter verfolgt. Es ist uns noch
einmal gelungen eine Tournee für den Antchis-Chati-Chor zu organisieren. Ein
Partner des Konzerts in Marburg war der Sender hr2, der das Konzert
aufgezeichnet und später gesendet hat.
Mit dem Festival „Marburger Nacht der Stimmen“ hatten wir eine sehr gute
Zusammenarbeit, unsere alten Freunde vom Schloss Goseck und Schloss Altenburg
waren an der Tournee beteiligt.
WDR3 hat das Thema „Heiliger Georg“ musikalisch mit georgischer Musik gestaltet.
Leider war hier eine Zusammenarbeit nicht erfolgreich. Vielleicht ist die
Journalistin mangels Zeit und vielleicht auch Interesse zu oberflächig an die
Sache herangegangen.
Unser bekanntes Ostertreffen, das durch großes Engagement von Dato Malazonia
zustande kam, wurde dieses Jahr vom NDR ausgezeichnet und als Reportage im
Programm DAS gesendet. Die Autorin hat viel Material aufgenommen. Leider ist
durch den Schnitt und die begrenzte Sendezeit viel von dem Sinn dieses Treffens,
das immer in einer internationalen und besonders warmen Atmosphäre abläuft
verloren gegangen.
Seit zwei Jahren betreuen wir ein Restaurationsprojekt in Ateni. Die Bedeutung
dieses Projektes können wir hier nicht detailliert beschreiben. Durch seine
besondere Baukunst, die Fresken aus dem XI Jhd. und außergewöhnliche
Beschriftungen ab dem VII Jhd.. ist dieses Denkmal außerordentlich.
Von einem deutschen, privaten Sponsor haben wir eine großzügige Spende für die
Sanierung einer Fassade erhalten. Zu diesem Projekt konnten wir mit
Unterstützung der Herman-Reemtsma – Stiftung ein Informations- Treffen
organisieren, das unserer Meinung nach sehr gut gelaufen ist. Hier danken wir
besonders Anke Landwermann, Keti Kasradse und Christian Neubauer für Ihre große
Unterstützung.
Während dieser Arbeit haben wir gesehen wie notwendig es ist, ein gutes Netzwerk
von Fachleuten in Georgien und Westeuropa aufzubauen. Deshalb arbeiten wir z.
Zt. auch mit der Restaurationsfakultät in Tbilissi (Akademie der Künste)
zusammen. Unser nächstes Ziel ist es, ein Arbeitstreffen zwischen deutschen
Wissenschaftlern und georgischen Restauratoren zu organisieren. Leider ist die
Finanzierung dafür noch nicht ganz gesichert. Wir möchten erreichen, daß diese
Arbeit eine eigene Dynamik bekommt und daher wollen wir mit 3 bekannten
deutschen Wissenschaftlern nach Georgien reisen.
Außerdem hoffen wir, das die Arbeiten in Ateni weitere Früchte tragen wird.
„Schauen wir den Kriegen zu“ haben wir eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit
unserem langjährigen Partner Metropoliskino genannt. Als Eröffnung zeigten wir
einen Dokumentarfilm von Dato Kakabadse und Andro Tschiaureli , der über
deutsche Kriegsgefangene in Georgien erzählt. Der Autot Dato Kakabadse und der
ehemalige Kriegsgefangene Herr Heller waren anwesend. Nach der Vorführung gab es
eine lebhafte Gesprächs- und Diskussionsrunde. Mit diesen Titel zu werben war
deutlich schwieriger und selbst jene Journalisten, die immer gut über unsere
Veranstaltungen berichten haben, machten diesmal nur eine kleine Notiz ohne den
genannten Titel. Trotz einer interessanten Filmauswahl waren die Vorführungen
nur mäßig besucht. Wir fühlen uns jedoch in erster Linie dem kulturellen Erbe
des Kaukasus verpflichtet. Nur in diesem Rahmen sind wir in der Lage, politische
und gesellschaftliche Aspekte darzustellen.
Im Oktober gab für unseren Film „Montag Abend“ und eine Autorin eine Einladung
zum Festival „Kartuli Suli“ in Leipzig. Es waren sehr angenehme Besucher, das
Festival hatte etwas „underground“ - Atmosphäre, was keinesfalls nachteilig war.
Dem Nürnberger Filmhaus sind wir mit Rat und Tat bei der Organisation der Otar
Iosseliani - Retrospektive beigestanden. Es war eine tolle Leistung von Herr
Fetzer, dem Leiter des Hauses, daß er das Gesamtwerk von Iosseliani zeigen
konnte.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns unterstützt und an
unserer Arbeit Interesse gezeigt haben.
Die bei der Bearbeitung von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen
gemachten Erfahrungen zeigten, dass uns für eine vertiefte Bearbeitung derartig
komplexer Sachverhalte die materielle und organisatorische Grundlage fehlt.
Dies bezieht sich nicht nur auf Tendenzen im Kaukasus sondern auch auf das
gesellschaftliche Leben der Menschen aus dieser Region, die zurzeit in Hamburg
leben. Wir verfolgen die Entwicklung dieser Menschen mit großem Interesse,
fühlen uns aber nicht berufen, weitergehende tagaktuelle gesellschaftliche
Arbeit zu leisten.
Aus diesem Grund möchten wir uns auf Themen beschränken, die wir nachhaltig
bearbeiten können. Dies könnte neben aktuellen kulturellen Aspekten auch die
Entwicklung von Netzwerken z.B. im Bereich alternativer Baustoffe, Förderung
lokaler Selbsthilfegruppen und ähnliches sein.
Jahresbericht 2006
März 2006 Filmretrospektive : Familie Schengelaja.
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt
und der Kinemathek Hamburg
Ateni - Projekt
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Lile - Freunde,
diesmal sieht die Liste der Aktivitäten von Lile sieht nicht sehr lang aus. Wie
wir in dem letzten Bericht schrieben, wir haben von unseren kleineren
Veranstaltungen in Hamburg Abstand genommen. Wir verfolgen die Projekte, die
unserer Meinung nach langfristiger sind und mehr Wirkung haben. Aufgrund der
starken Projektbindung unserer Fördermittel fällt es uns schwer, kleine Projekte
durchzuführen
Wir sind aber gerne bereit jede überzeugende Initiative zu unterstützen.
Die Retrospektive über Familie Schengelaia war ein Erfolg. Finanziell haben uns
unterstützt: Atlantis Corporate Advisors GmbH, Nordelbisches Zentrum für
Weltmission, sowie die Hamburger Regionalgruppe der Gesellschaft für bedrohte
Völker, die bei dem Abend in Hamburg Mitveranstalter war. Unsere Projektpartner
waren das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt (Frau Ulrike Stiefelmayr) und die
Kinemathek Hamburg e. V. Kino Metropolis. (Martin Aust) Für den Frankfurter Teil
hat die georgische Gesellschaft Geokulturforum ehrenamtlich einige
organisatorische Arbeiten übernommen. (Manana Tandaschwili, Gigi Alibegaschwili)
In beiden Städten sind die Vorführungen gut gelaufen. Sie waren gut besucht,
besonderes in Frankfurt, wo wir sogar einige Besucher nicht mehr einlassen
konnten. Die Botschafterin, Frau Maia Pandjikidze war anwesend.
Eingeladen war der Regisseur Eldar Schengelaia. In Frankfurt hat Geokulturforum
noch zusätzlich ein Treffen mit Herrn Eldar Schengelaia und der georgischen
Gemeinde organisiert, das in sehr herzlicher und lebhafter Atmosphäre stattfand.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist uns gut gelungen. Außer in Zeitungen konnten wir
unseren Bericht auch bei 3Sat/ Kulturzeit unterbringen. Wir konnten ein sehr
schönes Heft herausgeben. Hier unseren besonderen Dank an Thomas Wibberenz,
(ON-Grafic Hamburg) der in kürzester Zeit ein wunderbares Design für das Heft
spendiert hat.
An dem Restaurierungs- Projekt Ateni in Georgien, arbeiten wir seit ca. 2
Jahren. (über Ateni siehe unsere Internetseite www.lile.de). Je länger wir an
dem Projekt arbeiten, um so spannender sind die Endeckungen und umso klarer wird
die Bedeutung dieser Arbeit. Wir haben unseren ursprünglichen Kurs etwas
geändert und die Arbeiten an den Fresken etwas zurückgestellt. Als Partner
konnten wir die TU- München. (Prof. Erwin Emmerling, Prof. Reiner Barthel) sowie
Herrn Dr. Thomas Warscheid /lbw Bioconsult gewinnen. Dieses Denkmal ist
außerordentlich interessant und trotz einer langen Forschungsgeschichte in
Georgien, muss man ein Restaurierungskonzept ausarbeiten das die Arbeiten
langfristig begleitet und dem heutigen Stand der Technik entspricht. Unser
Partner in Georgien ist der Leiter des Denkmalschutzes, der Vizeminister Dr.
Nikolos Watscheischwili.
Wir sind mit den deutschen Wissenschaftlern im vergangenen Jahr 3-mal nach
Georgien / Ateni gefahren um ein Konzept zu ausarbeiten. An den
Arbeitsgesprächen hat auch die deutsche Botschaft in Tbilisi (Herr Thomas
Henzschel) teilgenommen. Deutsche Botschaft hat auch eine der Arbeitsreisen
mitfinanziert.
Unser Ziel ist es, zusammen mit diesen Partnern und mit Unterstützung weiterer
Geldgeber
Ateni zu einem Modellprojekt der modernen Forschungs- und Restaurierungsarbeit
in Georgien zu machen und damit eine Infrastruktur zu schaffen, die auch für
weitere Projekte in Georgien genutzt werden kann. Ein derartiges Projekt
benötigt seine Zeit, wir sind bereit, es auf seinem Weg zur Realisierung zu
begleiten.
Aus diesem Grund danken wir ganz besonders unserem Initiator der Projektes,
Herrn Helmut Klemm, sowie der deutsche Botschaft in Tbilissi für Rat und Tat bei
diesem wichtigen Projektabschnitt.
Im neuen Jahr sind folgende Aktivitäten geplant:
- Fortführung des Ateni – Projektes
- Teilnahme am Zürcher Filmpodium im Mai / Juni
- Organisation einer Konzerttournee des Anchis – Chati – Chores im Juli.
Sollten Sie noch Anregungen zur Konzerttournee haben oder wissen, wer sich noch
dafür interessieren könnte, geben Sie uns gerne Bescheid.
Wir freuen uns über jede Unterstützung. Auch Anregungen und neue Kontakte sind
uns immer willkommen.
Wir danken an allen, die für unsere Arbeit Interesse haben und wünschen Ihnen
ein gesundes und frohes Neues Jahr 2007.
Lile e. V.
Marika Lapauri – Burk Andreas Blendinger
JAHRESBERICHT 2008
- Der Philosoph und Schriftsteller Giwi Margwelaschwili.
Ein Abend mit Gästen. Fleet-Street-Theater in Hamburg März 2008
- Hilfe für ein Flüchtlingslager in Georgien
- Zeitschrift Einblick Georgien Dezember 2008
- Eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Gewalt Überwinden.
Kulturtage Kaukasus 19.10.-14.12.2008
- EinBLICK Georgien mit Dr. Gia Tortladze am 14.12.08 in Hamburg
- Fortsetzung der Kirchenprojekte von Kissiskhevi und Ateni in Georgien
Seit Längerem beschäftigten wir uns mit dem Lebenswerk des deutschsprachigen
Stiftstellers und Philosophen Giwi Margwelaschwili. Das Thema ist sehr
anspruchsvoll und daher wollten wir einen entsprechenden Rahmen dafür finden.
Wie alle unsere Projekte ist es schwierig, für solche Themen eine Finanzierung
zu finden. Wir sind aber doch sehr froh, dass wir einen Teil des Vorhabens am 5.
März in einer Veranstaltung realisieren konnten. Mit Unterstützung des bekannten
Hamburger Architekten, Herrn Jan Störmer, konnten wir in dem schönen
Veranstaltungsort diesen Abend durchführen. Weitere Gäste waren Prof. Alexandre
Kartozia und Frank Tremmel. Die Lesung und das Gespräch mit Giwi Margwelaschwili
ist bestimmt für alle, die dabei waren, ein Erlebnis gewesen. Durch
Unterstützung von Herrn Koka Togonidze und Frau Linda Maten konnten wir ein
sechs Stunden Material mit und über Giwi filmisch dokumentieren. Es sind
faszinierende Bilder entstanden. Dieses Material möchten wir in einem weiteren
Projekt möglichst bald abschließend bearbeiten. Das Ziel ist ein Dokumentarfilm
über Giwi Margwelaschwili. Wir können mit Sicherheit sagen, dass es derartige
Aufnahmen über Giwi Margwelaschwili bis jetzt nicht gibt. Hierzu hat uns wieder
einmal der Filmemacher Niko Tarielaschwili mit seiner professionellen Qualität
zur Seite gestanden. An diese Stelle werden wir nicht weiter ausführen, wie
wichtig Giwi Margwelaschwilis Gedankenwelt ist, es sollte aber erwähnt werden,
dass er im November mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
An dieser Stelle möchten wir allen Teilnehmern und allen, die das Projekt
möglich gemacht haben, herzlich danken.
Wir werden versuchen das Projekt zu Ende zu bringen und wie immer sind wir für
jede Spende und Unterstützung dankbar.
Im Sommer, während meines (MLB) Aufenthaltes in Georgien ist der Krieg
ausgebrochen. Wir dies hier nicht im Einzelnen besprechen oder die Lage
bewerten. Wir haben uns aber mit unseren georgischen Freunden organisiert und
eine Erste Hilfe für 10 Tage bei dem Flüchtlingslager in Rustavi organisiert.
Rustavi deshalb, weil in den ersten Tagen die Flüchtlinge in Tbilissi etwas
besser versorgt waren. Hierzu ist bemerkungswert, dass die ganze Bevölkerung
Georgiens Zivilcourage gezeigt hat und einen Beitrag geleistet hat.
Trotz aller Kritik der gesellschaftlichen Entwicklungen in Georgien, ist das
Potenzial der Zivilgesellschaft offensichtlich.
Hierzu können Sie einen separaten Bericht anfordern oder auf unserer
Internetseite nachsehen.
Wir sind weiter im Kontakt mit diesen Flüchtlingen und ggf. werden wir uns gerne
weiter engagieren. Für das notwendige Konzept fehlen uns leider die Kapazitäten.
Wenn jemand eine Initiative oder einen konkrete Vorschlag hierzu hätte würden
wir das sehr begrüßen.
Z. B. fänden wir es interessant, an den neuen Siedlungen, welche die georgische
Regierung für einen Teil der Flüchtlinge in Rekordzeit gebaut hat, Begrünungs-
oder Bepflanzungsmöglichkeiten auszuloten. Die Häuser sind auf kahlem Feld
gebaut. Schön ist das natürlich nicht. Egal wie lange diese Menschen dort leben
werden und was später dort entstehen sollte, Bäume zu pflanzen halten wir für
eine gute Idee. Es wäre auch möglich „unsere“ Flüchtlinge die damals in Rustavi
untergebracht wurden, weiter aufzusuchen und einzeln zu unterstützen. Die
Kontakte können wir herstellen.
Ab September 2008 haben wir angefangen, am Forum EinBLICK Georgien zu arbeiten.
Das war eine sehr intensive Phase. Wir haben bundesweit Anträge gestellt und
unsere Erfahrung und Kontakte mobilisiert. Dennoch ist dieses Projekt ist nicht
zustande gekommen. Wir haben das Konzept mehrfach aktualisiert und geändert.
Letztendlich haben wir entschieden, daraus eine Publikation, eine Zeitschrift zu
machen und eine kleine Veranstaltung am 14.12.08 mit dem Parlamentarier und
Vorsitzenden der Oppositionsfraktion, Herrn Dr. Gia Tortladze durchzuführen.
Einzig das Nordelbische Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst hat
uns
unterstützt und wir sind dafür außerordentlich dankbar. Für die Zeitschrift
haben uns mehrere unserer Freunde unterstützt. Ohne diese Hilfe wäre es nicht
möglich gewesen in so kurzer Zeit dieses Projekt zu verwirklichen. Wir danken an
dieser Stelle Dato Asatiani, Giorgi Dundua, Nana Jacques, Mzia
Maisuradze-Stolley, Frank Tremmel, Thomas Saebel und Koka Togonidze.
Wir möchten hier nicht ausführlich erzählen, warum das von uns geplante Forum
nicht zustande gekommen ist. Die allgemeine Haltung, Inkompetenz, Art und Weise
der Absagen zwingt uns zum Nachdenken. Ich möchte auch betonen, dass es für
einige der Gesprächspartner nicht vorstellen war, dass es emotional nicht
einfach ist, täglich solche Gespräche zu führen. Zum Thema haben wir sehr häufig
Stellung genommen, geschrieben und Gespräche geführt. Unseren Kritikern möchte
ich das Heft EinBlick Georgien empfehlen. Diese Hefte kann man im Internet oder
direkt bei Lile e. V. für 5,- Euro erwerben. Bis jetzt haben wir die Hefte an
ca. 100 Adressen geschickt, was natürlich auch unser Konto belastet.
Wir werden diese Art Arbeit weiter führen müssen, denn die Krise hat jetzt erst
angefangen.
Unserer Meinung nach geht es nicht in erste Linie um die Zukunft Georgiens,
dieses Beispiel sollte uns alle an um unsere globale Zukunft erinnern.
Im Herbst haben wir mit der Nordelbischen Evangelisch - Lutherischen Kirche,
Arbeitsstelle "Gewalt überwinden", zum Thema Kulturtage Kaukasus kooperiert. Das
war eine sehr schöne Zusammenarbeit mit der Leiterin, Frau Dr. Marianne Subklew,
ihrem Mitarbeiter Axel Richter und allen anderen, die mit Herz und Tat dabei
waren.
Die Restaurationsprojekte in Ateni und Kissiskhevi laufen weiter, wurden aber
natürlich durch die politische Lage behindert. In Ateni führt Andreas Forman
derzeit wichtige Kartierungsarbeiten durch, die detaillierte
Handlungsanweisungen für die spätere Restaurierung des Tragsystems und der
Fresken geben werden.
Es hatte sich gezeigt, dass wir unser Ziel, die Restaurierung der Fresken, erst
nach diesen Arbeiten in Angriff nehmen können.
Wir möchten an unsere Mitglieder erinnern, dass einige Beiträge nicht
eingegangen sind.
Wir freuen uns über jede Unterstützung. Auch Anregungen und neue Kontakte sind
uns immer willkommen.
Wir danken an allen, die an unserer Arbeit Interesse haben und wünschen Ihnen
alles Gute!
Lile e. V.
Marika Lapauri – Burk Andreas Blendinger